Förderzusagen für drei Forschungsprojekte mit E.ON, Siemens und europäischen Partnern

Aqarios Quantum Technologies AG / Schlagwort(e): Finanzierung/Sonstiges
Förderzusagen für drei Forschungsprojekte mit E.ON , Siemens und europäischen Partnern

29.10.2026 / 09:00 CET/CEST
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München, 29.10.2026

  • Bewilligung von drei öffentlich geförderten Forschungsprojekten für Quantenoptimierung für Industrie und Energienetze sowie quantenbasierten KI-Verfahren
  • Liquiditätszufluss in Höhe eines mittleren sechsstelligen Betrags
  • Beitrag zur Finanzierung der Weiterentwicklung der Softwareplattform Luna
  • Geringfügige Erhöhung des Grundkapitals durch Wandlung von Wandelanleihen

Die Aqarios Quantum Technologies AG gibt bekannt, dass ihrer hundertprozentigen Tochtergesellschaft Aqarios GmbH Zuwendungen für drei öffentlich geförderte Forschungsprojekte bewilligt worden sind: HyQInt, Q-NextGrid und IgnisQNC. Die Projekte laufen jeweils drei Jahre, von Herbst 2026 bis Herbst 2029. HyQInt und Q-NextGrid werden vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert, IgnisQNC im Rahmen des europäischen Förderprogramms QuantERA. Insgesamt erhält die Aqarios GmbH für die drei Vorhaben Zuwendungen in Höhe eines mittleren sechsstelligen Euro-Betrags.

Öffentlich geförderte Forschungsprojekte sind in der Quantencomputing-Branche ein etablierter Teil des Geschäfts. Auch bei Aqarios sind sie neben Softwarelizenzen für die Luna-Plattform sowie Kundenprojekten ein fester Bestandteil des Geschäftsmodells. In einem solchen Projekt arbeitet ein Konsortium aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen über mehrere Jahre an einer gemeinsamen Fragestellung. Der Fördergeber trägt einen Teil der Kosten jedes Partners, den Rest bringen die Partner selbst ein. Für Aqarios finanzieren die Projekte damit die Weiterentwicklung von Luna an konkreten industriellen Aufgaben mit und verbinden das Unternehmen über Jahre mit Industriepartnern und Forschungseinrichtungen. In allen drei Vorhaben bringt Aqarios Luna als Plattform ein, und die im Projekt entwickelten Anwendungen fließen anschließend als Produktbestandteile in Luna ein.

HyQInt: Optimierung direkt aus der Simulation

HyQInt macht quantenbasierte Optimierung direkt aus industriellen Simulationswerkzeugen heraus nutzbar, sodass Ingenieure sie ohne Vorkenntnisse in Quantencomputing einsetzen. Konsortialführer ist der Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (FAPS) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, weitere Partner sind das Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie (IISB) und Siemens , das den industriellen Anwendungsfall einbringt. Aqarios stellt mit Luna die Plattform des Projekts: Über Luna greift das Konsortium einheitlich auf klassische Rechner, Simulatoren und Quantenhardware verschiedener Anbieter zu und vergleicht die Verfahren in reproduzierbaren Benchmarks nach Lösungsqualität, Laufzeit und Kosten. Zudem bindet HyQInt Luna an einen vom BMFTR geförderten Software AG -Stack für die industrielle Nutzung von Quantencomputing an.

Q-NextGrid: Quantenoptimierung für das Stromnetz

Q-NextGrid entwickelt fortgeschrittene Quantenoptimierungsmethoden für Netzbetreiber, insbesondere zur Vermeidung von Engpässen im Stromnetz und zur Planung des Netzausbaus. Beide Aufgaben werden mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien immer komplexer. Konsortialführer ist E.ON , weiterer Partner die LMU München. Aqarios wirkt an der Entwicklung der Verfahren mit, setzt sie in ausführbare Software AG um und erprobt sie auf Quantenhardware verschiedener Anbieter. Die Verfahren werden in Luna integriert und zusätzlich an einen vom BMFTR geförderten Software AG -Stack für die industrielle Nutzung von Quantencomputing angebunden.

IgnisQNC: KI-Verfahren für heutige Quantencomputer

IgnisQNC ist ein internationales Projekt im europäischen Förderprogramm QuantERA und entwickelt quantenbasierte KI-Verfahren. Ziel ist, datengetriebene Anwendungen schon auf heutiger Hardware ohne vollständige Fehlerkorrektur ausführbar zu machen. Koordiniert wird das Konsortium von der Lancaster University, der deutsche Verbund von der LMU München. Weitere Partner sind die TU Bergakademie Freiberg und die Universidad Pablo de Olavide in Sevilla. Aqarios verantwortet im Verbund die Anwendungen in der Praxis: Das Unternehmen erprobt die Verfahren über Luna auf realer Quantenhardware, vergleicht sie mit klassischen Referenzverfahren und macht sie über die Luna-Plattform für die Industrie nutzbar.

Stand der Wandlungen aus den Wandelanleihen

In dem aktuell laufenden Wandlungsfenster der ausgegebenen Wandelanleihen (siehe auch Ad hoc-Meldung vom 1. Juli 2026) sind bislang 73.109 neue Aktien im Zuge entsprechender Wandlungen ausgegeben worden. Dies entspricht 2,84 % des erhöhten Grundkapitals von insgesamt EUR 2.573.109. Die maximale Anzahl an weiteren neuen Aktien, die aus derzeit emittierten Wandelanleihen gewandelt werden können, beträgt 43.324 neue Aktien (dies entspricht CA . 1,66 % des erhöhten Grundkapitals von EUR 2.616.433). Bis spätestens Ende 2027 werden die noch ausgegebenen Wandelanleihen in Aktien zwangsgewandelt, falls die jeweiligen Wandelanleihegläubiger zuvor nicht die entsprechende Wandlung erklärt haben sollten.

Über Aqarios

Das deutsche Deeptech-Unternehmen Aqarios Quantum Technologies AG hält 100 % an der Aqarios GmbH, einem 2021 gegründeten Spin-off der LMU München. Aqarios ist ein führender Anbieter anwendungsorientierter Quantensoftware. Mit der selbst entwickelten, proprietären Software AG -Plattform Luna verbindet sie klassische Optimierung mit Quantencomputing und macht so heutige wie zukünftige Rechentechnologien für die Industrie nutzbar. Unternehmen speziell aus den Bereichen Energie, Finanzen, Logistik, Luftfahrt und Fertigung können damit hochkomplexe betriebliche Aufgaben ohne erforderliche Quantenexpertise lösen und ihre Prozesse effizienter gestalten. Aqarios hat bereits erfolgreich an Anwendungen von DAX-Konzernen und führenden Industrieunternehmen wie BASF , BMW , E.ON , MTU Aero Engines, SAP , Schaeffler und Siemens gearbeitet. Die Anwendungen setzt Aqarios auf Quantencomputern verschiedener Anbieter um, darunter IBM , IonQ und D-Wave. Die Innovationskraft von Aqarios und der Luna-Plattform wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Quantum Effects Award 2025 in der Kategorie Quantencomputing- Software AG und -Algorithmen auf der gleichnamigen Leitmesse in Stuttgart.



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