Hapag-Lloyd mit gutem Halbjahresergebnis, aber Unsicherheiten aufgrund der COVID-19 Pandemie bleiben

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14.08.2020 / 07:26
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Hamburg, 14. August 2020

Hapag-Lloyd mit gutem Halbjahresergebnis, aber Unsicherheiten aufgrund der COVID-19 Pandemie bleiben

- Deutlich geringere Volumina in Q2, Bunkerkosten deutlich reduziert

- Maßnahmen des Performance Safeguarding Program (PSP) greifen

- Deutlich positiver Free Cashflow und sehr gute Liquiditätsreserve

Hapag-Lloyd hat das erste Halbjahr 2020 mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 563 Millionen US-Dollar abgeschlossen (511 Millionen Euro) und liegt damit über dem Vorjahreswert von 440 Millionen US-Dollar (389 Millionen Euro). Das Konzernergebnis verbesserte sich auf 314 Millionen US-Dollar (285 Millionen Euro). Zugleich wurde das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (EBITDA) auf 1,29 Milliarden US-Dollar (1,17 Milliarden Euro) gesteigert.

"Nach einem ordentlichen Start in das Jahr sind die Transportvolumina im zweiten Quartal durch die COVID-19 Pandemie deutlich zurückgegangen. Wir haben von plötzlich fallenden Bunkerpreisen profitiert, unsere Kapazitäten an die geringere Nachfrage angepasst und weitere Kostensenkungsmaßnahmen im Rahmen unseres Performance Safeguarding Program umgesetzt. Insgesamt haben wir so trotz der Coronavirus-Krise ein gutes erstes Halbjahr hinter uns", sagte Rolf Habben Jansen, Vorstandsvorsitzender der Hapag-Lloyd AG.

Die Umsätze lagen im ersten Halbjahr 2020 bei rund 7,0 Milliarden US-Dollar (6,4 Milliarden Euro) und damit weniger als 1 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Wesentlicher Grund war eine um etwa 4 Prozent geringere Transportmenge von rund 5,8 Millionen TEU. Während das transportierte Volumen im ersten Quartal noch leicht gesteigert werden konnte, kam es im zweiten Quartal pandemiebedingt zu einem Rückgang der Transportmenge von etwa 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Frachtrate verbesserte sich im ersten Halbjahr leicht auf 1.104 US-Dollar je TEU.

Die Transportaufwendungen lagen um rund 4 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Einem im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um etwa 4 Prozent höheren durchschnittlichen Bunkerpreis von 448 US-Dollar je Tonne in Folge der IMO 2020 Einführung standen positive Effekte aus einem volumenbedingten Rückgang der Transportaufwendungen sowie einem aktiven Kostenmanagement als Folge der PSP Maßnahmen gegenüber. Zudem wirkten sich die im zweiten Quartal deutlich fallenden Bunkerkosten positiv auf das Halbjahresergebnis von Hapag-Lloyd aus.

Der Free Cashflow war mit 1,2 Milliarden US-Dollar (1,1 Milliarden Euro) erneut deutlich positiv. Die Liquiditätsreserve wurde im ersten Halbjahr deutlich aufgestockt durch die im Rahmen des PSP Programms aktiv eingeleiteten Maßnahmen zur weiteren Stärkung der Liquiditätsposition und lag Ende Juni bei rund 1,9 Milliarden US-Dollar (1,7 Milliarden Euro).

Rolf Habben Jansen: "Dank der vielfältigen Maßnahmen, die wir in den vergangenen Monaten eingeleitet haben, sind wir weiterhin auf Kurs. Im Fokus bleiben die Sicherheit und die Gesundheit unserer Mitarbeiter, aber natürlich auch die Sicherung der Lieferketten unserer weltweiten Kunden. Wir werden unser Performance Safeguarding Program weiter vorantreiben und die Implementierung unserer Strategy 2023 fortsetzen. Dabei werden wir den weiteren Verlauf der COVID-19 Pandemie genau beobachten und flexibel auf Marktveränderungen reagieren. Die Pandemie ist und bleibt insgesamt ein großer Unsicherheitsfaktor für die gesamte Logistikindustrie."

Ausblickend bleibt die Ergebnisprognose unverändert. Für das laufende Geschäftsjahr werden ein EBITDA in Höhe von 1,7 bis 2,2 Milliarden Euro und ein EBIT in Höhe von 0,5 bis 1,0 Milliarde Euro erwartet. Vor dem Hintergrund der COVID-19 Pandemie und den damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen in vielen Teilen der Welt, bleibt die Prognose weiterhin mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Neben der Entwicklung der Transportvolumina dürfte insbesondere auch die Entwicklung der Frachtraten und ein weiterer potentieller Anstieg der Bunkerpreise einen maßgeblichen Einfluss auf das Ergebnis von Hapag-Lloyd im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 haben.

Der Finanzbericht für das erste Halbjahr 2020 ist abrufbar unter
https://www.hapag-lloyd.com/de/ir/publications/financial-report.html

KENNZAHLEN (USD)*

  H1 2020 H1 2019 H1 2020 vs
H1 2019
Transportmenge (TTEU) 5.755 5.966 -211
Frachtrate (USD/TEU) 1.104 1.071 33
Umsatz (Mio. USD) 7.005 7.047 -42
EBITDA (Mio. USD) 1.287 1.080 207
EBIT (Mio. USD) 563 440 123
EBITDA-Marge 18,4% 15,3% 3,1 Ppt
EBIT-Marge 8,0% 6,2% 1,8 Ppt
Konzernergebnis (Mio. USD) 314 165 149
 


KENNZAHLEN (EUR)*

  H1 2020 H1 2019 H1 2020 vs H1 2019
Umsatz (Mio. EUR) 6.360 6.238 122
EBITDA (Mio. EUR) 1.169 956 212
EBIT (Mio. EUR) 511 389 122
Konzernergebnis (Mio. EUR) 285 146 139
Durchschnittskurs USD/EUR 1,10 1,13 -0,03
Stichtagskurs 30.6. USD/EUR 1,12 1,14 -0,02

*In den Tabellen können aus rechentechnischen Gründen in Einzelfällen Rundungsdifferenzen auftreten

Über Hapag-Lloyd
Mit einer Flotte von 239 modernen Containerschiffen und einer Gesamttransportkapazität von 1,7 Millionen TEU ist Hapag-Lloyd eine der weltweit führenden Linienreedereien. Das Unternehmen ist mit circa 13.000 Mitarbeitern an Standorten in 129 Ländern in 388 Büros präsent. Hapag-Lloyd verfügt über einen Containerbestand von rund 2,6 Millionen TEU - inklusive einer der größten und modernsten Kühlcontainerflotten. Weltweit 121 Liniendienste sorgen für schnelle und zuverlässige Verbindungen zwischen mehr als 600 Häfen auf allen Kontinenten. Hapag-Lloyd gehört in den Fahrtgebieten Transatlantik, Mittlerer Osten, Lateinamerika sowie Intra-Amerika zu den führenden Anbietern.

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Kontakt:
Heiko Hoffmann
Senior Director Investor Relations

Hapag-Lloyd AG
Ballindamm 25
20095 Hamburg
Telefon +49 40 3001-2896
Fax +49 40 3001-72896
Mobil +49 172 875-2126


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